Finde heraus,
wonach deine KundInnen
wirklich suchen.
Und mach daraus Videothemen, die gefunden werden und Vertrauen aufbauen — ein Workbook für Coaches, BeraterInnen und TrainerInnen.
Worüber soll ich eigentlich sprechen?
Die meisten starten ihre Videoplanung mit Brainstorming aus dem eigenen Kopf. Sie überlegen: Worüber könnte ich sprechen? Was weiß ich alles? Was könnte meine Zielgruppe interessieren?
Das Problem: Deine Zielgruppe sucht oft mit ganz anderen Worten. Sie sucht nicht nach perfekt formulierten Coaching-Themen. Sie sucht nach konkreten Fragen, Unsicherheiten, Problemen und nächsten Schritten.
Mit den folgenden Prompts findest du heraus:
- welche Fragen deine Zielgruppe wirklich in Google oder YouTube eingeben könnte,
- welche Sorge oder Hoffnung hinter diesen Fragen steckt,
- welche Suchbegriffe wichtig sind,
- welche YouTube-Titel daraus entstehen können,
- und welche 6 Themen sich besonders gut für deinen nächsten Redaktionsplan eignen.
Du brauchst dafür keine komplizierte Strategie. Du gibst die Prompts einfach nacheinander in ChatGPT ein.
So funktioniert dieses Workbook.
Nimm dir ungefähr 20 Minuten Zeit. Öffne ChatGPT und kopiere die Prompts der Reihe nach hinein.
Wichtig: Überspringe keinen Schritt. Der größte Fehler bei der Videoplanung ist, zu schnell Titel zu schreiben. Genau deshalb starten wir zuerst mit echten Suchfragen. Danach schauen wir auf die Suchintention — und erst dann entstehen die Titel.
Der Ablauf
- Prompt 1 — Du findest echte Suchfragen deiner Zielgruppe.
- Prompt 2 — Du erkennst, was hinter diesen Fragen steckt.
- Prompt 3 — Du entwickelst daraus YouTube-Titel.
- Bonus-Prompt — Du filterst die 6 stärksten Themen heraus.
Am Ende hast du einen kleinen Redaktionsplan mit Themen, die nicht nur aus deinem Kopf kommen, sondern an den Fragen deiner Zielgruppe ansetzen.
In 1 Minute mit ChatGPT startklar.
Keine Sorge, wenn du ChatGPT noch nie benutzt hast — du brauchst nichts weiter zu können als kopieren und einfügen.
- Öffne ChatGPT. Geh im Browser auf chatgpt.com — oder lad dir die App. Die kostenlose Version reicht völlig.
- Melde dich an. Einmal kostenlos ein Konto anlegen oder mit deinem Google-Konto einloggen, fertig.
- Starte einen neuen Chat. Unten siehst du ein Eingabefeld. Genau da kommen die Prompts hinein.
- Kopier den ersten Prompt aus diesem Workbook, füg ihn ein und ersetze die Stellen in %91eckigen Klammern%93 mit deinen Angaben. Dann auf Enter.
- Bleib in einem Chat. Mach alle Prompts nacheinander im selben Fenster — so behält ChatGPT den roten Faden.
Damit die Prompts treffen.
Bevor du startest, kläre für dich diese zwei Punkte. Je konkreter du sie beantwortest, desto präziser werden später die Ergebnisse.
1. Wer ist deine Zielgruppe?
Also die Menschen, denen du mit deiner Arbeit hilfst. Ein paar Beispiele zur Orientierung — gemeint ist jeweils eine konkrete Person, nicht „alle":
- Frau Mitte 40, die sich im Job festgefahren fühlt und über einen Neuanfang nachdenkt
- Selbstständige, die sich endlich planbar mehr Anfragen wünscht
- Führungskraft, die souveräner und ruhiger führen möchte
- Gründerin, die ihr Business neben dem Hauptjob aufbaut
- ExpertIn, der/die mit dem eigenen Wissen sichtbarer werden will
2. Welches Problem oder Ziel hat diese Zielgruppe?
Ein paar Beispiele:
- Endlich Klarheit, wohin es beruflich gehen soll.
- Mehr passende Anfragen über die eigene Website oder YouTube.
- Souveräner auftreten und Entscheidungen treffen.
- Den Schritt in die Selbstständigkeit wirklich gehen.
- Raus aus dem Hamsterrad — ohne gleich alles hinzuwerfen.
Echte Suchfragen deiner Zielgruppe.
Hier wechselst du die Perspektive: ChatGPT spricht nicht über deine Zielgruppe, sondern in ihrer Sprache.
Du hast folgendes Problem oder Ziel:
%91PROBLEM / ZIEL EINFÜGEN%93
Du willst dazu auf YouTube oder Google nach Hilfe suchen.
Schreibe mir 15 Fragen, die du tatsächlich eintippen würdest.
Wichtig:
- Verwende einfache Alltagssprache.
- Keine schönen Coach-Sätze.
- Keine Marketing-Sprache.
- Keine Fachbegriffe, außer die Zielgruppe würde sie wirklich verwenden.
- Mische konkrete Suchfragen, Anfängerfragen, Unsicherheiten und Sorgen.
- Formuliere so, wie jemand sucht, der noch keine Lösung kennt.
- Die Fragen sollen unterschiedlich sein und nicht nur Varianten voneinander.
Gib die Fragen als nummerierte Liste aus.
Du fühlst dich beruflich festgefahren und überlegst heimlich einen Neuanfang — traust dich aber nicht so recht.
Du hast folgendes Problem oder Ziel:
Du willst herausfinden, ob und wie du beruflich nochmal etwas ganz anderes machen kannst.
Die Frage hinter der Frage.
Jede Suchanfrage hat eine Oberfläche und einen tieferen Grund. Erst beides zusammen ergibt ein gutes Videothema.
Manchmal klingt eine Suchfrage oberflächlich harmlos. Dahinter steckt aber eine viel größere Sorge.
Erstelle eine Tabelle mit 4 Spalten:
1. Suchfrage
2. Was will die Person wirklich wissen?
3. Welche Sorge oder Hoffnung steckt dahinter?
4. Wichtigste Suchbegriffe
Regeln:
- Schreibe kurze, klare Sätze.
- Keine Psychologisierung.
- Keine langen Erklärungen.
- Die Suchbegriffe sollen Wörter sein, die wirklich in YouTube- oder Google-Suchen vorkommen könnten.
- Pro Frage maximal 3 bis 5 Suchbegriffe.
Von Frage zu YouTube-Titel.
Erst jetzt entwickelst du Titel. Sie sollen nicht nur schön klingen, sondern gefunden werden.
Ein guter YouTube-Titel erfüllt vier Dinge:
- Der wichtigste Suchbegriff steht möglichst weit vorne.
- Die Zielgruppe erkennt sich wieder.
- Das Problem ist konkret benannt.
- Der Titel macht neugierig — ohne Clickbait.
Nutze dafür diese Varianten:
A: Direkte Suchfrage als Titel
B: Lösungstitel mit klarem Nutzen
C: Überraschender Titel mit Gegenintuition
Regeln:
- Maximal 60 Zeichen pro Titel.
- Der wichtigste Suchbegriff muss möglichst weit vorne stehen.
- Der Titel soll suchrelevant sein.
- Der Titel darf neugierig machen, aber kein Clickbait sein.
- Vermeide schöne, aber unklare Wörter wie: sichtbar, authentisch, erfolgreich, leicht, echt, magisch.
- Schreibe konkret.
- Wenn die Zielgruppe wichtig ist, nenne sie im Titel.
- Schreibe hinter jeden Titel die Zeichenzahl in Klammern, z. B. (54 Zeichen).
- Erstelle eine Tabelle mit den Spalten: Suchfrage, Titel A, Titel B, Titel C — jeweils mit Zeichenzahl.
Die 6 stärksten Themen auswählen.
Nicht jede gute Idee gehört sofort in deinen Redaktionsplan. Jetzt wird gefiltert.
Für YouTube sind besonders die Themen interessant, die mehrere Dinge gleichzeitig erfüllen:
- Deine Zielgruppe sucht danach.
- Das Thema passt zu deinem Angebot.
- Du kannst dazu gut sprechen.
- Das Video baut Vertrauen auf.
- Das Thema hilft deiner Zielgruppe bei einem echten Problem.
Wähle die 6 stärksten Videothemen aus.
Bewerte jedes Thema nach diesen Kriterien von 1 bis 5:
1. Suchpotenzial
2. Relevanz für meine Zielgruppe
3. Nähe zu meinem Angebot
4. Vertrauen & Expertenstatus
5. Umsetzbarkeit als Video
Erstelle eine Tabelle mit:
- Rang
- Videothema
- bester YouTube-Titel
- wichtigste Suchbegriffe
- warum dieses Thema stark ist
- welche Sorge dahinter steckt
- kurze Hook-Idee für die ersten 20 Sekunden
Wähle nicht die kreativsten Titel, sondern die Themen mit der besten Mischung aus Suchpotenzial und Kundengewinnung.
Würde dein Titel auch gefunden?
Fünf Fragen, die dir helfen, gute von schwachen Titeln zu unterscheiden.
1. Ist klar, worum es geht?
Ein guter YouTube-Titel muss sofort verständlich sein.
2. Steht der Suchbegriff weit vorne?
3. Würde jemand das wirklich suchen?
Nicht jeder gute Gedanke ist ein guter Suchbegriff.
4. Passt das Thema zu deinem Angebot?
Viele Klicks bringen wenig, wenn die falschen Menschen kommen. Frage dich:
- Würde dieses Video Menschen anziehen, die mein Angebot brauchen?
- Kann ich im Video sinnvoll zu meinem Angebot überleiten?
- Baut das Thema Vertrauen in meine Arbeit auf?
5. Ist der Titel konkret genug?
Dein Redaktionsplan zum Mitnehmen.
Damit deine Ergebnisse nicht im Chat verschwinden, lässt du ChatGPT zum Schluss alles in einer einzigen, sauberen Tabelle zusammenfassen — fertig zum Kopieren.
Erstelle eine Tabelle mit meinen 6 ausgewählten Themen und diesen Spalten:
1. Reihenfolge — mit welchem Video starte ich?
2. Videothema
3. Bester YouTube-Titel
4. Wichtigste Suchbegriffe
5. Sorge oder Bedürfnis dahinter
6. Hook-Idee für die ersten 20 Sekunden
Gib die Tabelle so aus, dass ich sie direkt kopieren und in mein Dokument oder meinen Kalender übertragen kann.
Mein Redaktionsplan.
Trag hier deine sechs Themen ein — getippt, aus ChatGPT kopiert oder mit der Hand. Das ist dein Fahrplan für die nächsten Wochen.
Tipp: Du kannst direkt in die Tabelle tippen — und dann oben auf „Als PDF speichern" klicken, um dein ausgefülltes Exemplar herunterzuladen.
| Nr. | Thema & bester Titel | Suchbegriffe | Wann? |
|---|---|---|---|
| 1 | |||
| 2 | |||
| 3 | |||
| 4 | |||
| 5 | |||
| 6 |
Dein nächster Schritt.
Wähle aus deiner 6er-Liste ein Thema aus und mache daraus dein nächstes Video. Starte nicht mit dem perfekten Skript — starte mit diesen vier Fragen:
- Welche konkrete Frage beantwortet mein Video?
- Welche Sorge steckt hinter dieser Frage?
- Welche 3 Punkte muss meine Zielgruppe verstehen?
- Was ist der nächste sinnvolle Schritt nach dem Video?
Wenn du diese vier Fragen beantworten kannst, hast du bereits eine klare Grundlage für dein Video.
Zum Schluss.
YouTube-Ideen entstehen nicht dadurch, dass du noch länger in deinem Kopf suchst. Sie entstehen, wenn du bei den Fragen deiner Zielgruppe beginnst.
Nicht bei perfekten Formulierungen. Nicht bei schönen Marketing-Sätzen. Nicht bei dem, was du alles sagen könntest. Sondern bei dem, was deine KundInnen wirklich wissen wollen.
— Birgit

Ich arbeite seit 2016 online und habe davor viele Jahre als Beraterin und Trainerin für Führungskräfte gearbeitet — in Unternehmen und an Fachhochschulen.
Was meine Arbeit verbindet: Ich begleite Menschen dabei, ihre Ideen und ihre Erfahrung in die Welt zu bringen — sichtbar. YouTube ist für mich heute der Kanal, der am nachhaltigsten ist.
Du hast jetzt deine Themen.
Was fehlt, ist der Rhythmus.
Themen finden ist nicht der schwierige Teil. Schwierig wird es, wenn drei Monate später aus den sechs geplanten Videos noch immer null sind — weil der Alltag dazwischenkommt, weil das Thema sich überholt anfühlt, weil dir niemand sagt: Jetzt drehen.
Dafür gibt es den YouTube Business Club. Kein weiterer Kurs, den du nebenbei durcharbeiten musst — sondern ein Ort, an dem aus Vornehmen wirklich Videos werden. Nicht allein, sondern mit Struktur und Begleitung an deiner Seite.
Du gehst Schritt für Schritt statt alles auf einmal: erst überhaupt ein Video fertigkriegen — dann den Kanal schärfen mit Titel, Thumbnail und Playlists — und später die Leadgenerierung. Getragen von einem klaren Monatsrhythmus aus wenigen Live-Formaten: ein Auftakt für Klarheit im Monat, ein Themen-Workshop, ein Co-Working zum gemeinsamen Dranbleiben und kurze Video-Quicktipps. Alles mit Aufzeichnung — du musst bei nichts live dabei sein.
Zum YouTube Business Club →Schritt für Schritt, in deinem Tempo.