Handy • One Take • 80/20

Das Video zum Blogbeitrag

Vorschaubild zum YouTube-Video: Dein erstes YouTube-Video mit dem Handy Video abspielen

In diesem Video habe ich etwas ausprobiert: Ich spreche in einem einzigen Take direkt in die Kamera — nichts geplant, nichts geschnitten. Ich zeige dir, was du wirklich brauchst, um dein YouTube-Video mit den einfachsten Mitteln aufzunehmen. Und warum das Wichtigste nicht die Technik ist, sondern der Mut, einfach anzufangen.

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Du kannst das, wenn du dir keine andere Wahl lässt.

„Ein YouTube-Video machen ist so aufwendig." Diesen Satz höre ich immer wieder — von Kundinnen, in Workshops, überall. Dahinter steckt fast nie die Technik. Dahinter steckt der Anspruch, dass alles perfekt sein muss: jeder Satz sitzt, nichts wird geschnitten, kein Versprecher. Genau dieser Anspruch hält die meisten davon ab, überhaupt anzufangen. Heute zeige ich dir, wie du dein Video mit den allereinfachsten Mitteln aufnimmst — und was du dafür wirklich brauchst.

Der wichtigste Schritt: Trau dir einen einzigen Take zu

Ich habe für dieses Video etwas getestet: Ich mache einen Take, und dann muss das Video im Kasten sein. Kein Stoppen, kein Nochmal-von-vorne. Früher hatte ich viel Spaß an Live-Videos, genau aus diesem Grund — da gibt es kein „Ups, ich fang noch mal an". Du bist live, und du gibst für diesen Moment einfach dein Bestes.

Der erste Schritt ist also nicht das Equipment. Der erste Schritt ist, dass du dir zutraust, fünf bis zehn Minuten in die Kamera zu sprechen, ohne große Pause — und darauf vertraust, dass etwas Gutes dabei rauskommt. Mein Motto ist: Dein Weg entsteht beim Gehen. Ich glaube fest daran, dass wir alles, was wir für unser Ziel brauchen, schon in uns haben — die Kompetenz, die Ressourcen, die Motivation. Sonst würden wir uns dieses Ziel gar nicht setzen.

Und dann ist da die 80/20-Regel. Es muss nicht hundertprozentig perfekt sein. Sonst gäbe es auf meinem Kanal kein einziges Video — bei jedem, auf das ich zurückschaue, denke ich mir: „Da hätte ich noch was ändern können." Also: 80 Prozent passt, und das ist gut so. Die restlichen 20 Prozent dauern oft unverhältnismäßig lange. Genau die sind es, die dich am Ende frustriert ohne Video dastehen lassen.

Die Technik: Was du wirklich brauchst

Jetzt zum Praktischen. Du brauchst weniger, als du denkst — im Grunde drei Dinge, die du wahrscheinlich schon hast oder schnell besorgt hast:

📱

Dein Smartphone

Wenn dein Handy nicht älter als drei, vier Jahre ist, hast du eine perfekte Kamera vor dir. Mehr braucht es zum Filmen nicht.

📐

Ein Reisestativ

Damit dein Handy ruhig steht und im richtigen Winkel — ein kleines Stativ reicht völlig und ist schnell bestellt.

🎙️

Ein Ansteckmikro

Ein kleines Ansteckmikrofon muss nicht viel kosten und funktioniert für Handy und Computer. Guter Ton macht viel aus.

Das war's an Technik. Handy, Stativ, kleines Mikro. Was du dann noch brauchst, ist gutes Licht — und das kostet dich gar nichts.

Der einfachste Lichttrick: ans helle Fenster

Setz oder stell dich mit dem Gesicht zu einem hellen Fenster. Hat das Fenster einen weißen Vorhang, wirkt der wie eine riesige Softbox — weiches, schmeichelhaftes Licht. Achte nur darauf, dass die Sonne nicht direkt auf dich knallt, sonst ist es zu hell. Kein passendes Fenster? Dann geh raus in die Natur, am besten vormittags oder nachmittags, wenn die Sonne nicht im Zenit steht. Setz dich mit Stativ und Ansteckmikro an deinen Lieblingsplatz und sprich zur Kamera. Das machen viele meiner Kundinnen sehr gerne.

Sei nicht zu streng mit dir

Einer der wichtigen Punkte: dass du dir vor der Kamera so gut wie möglich gefällst. Stell dein Handy hin, dann siehst du sofort, in welchem Winkel du gut wirkst. Aber bitte hab nicht den Anspruch, dass du dir immer perfekt gefällst. Auch hier gilt 80/20. Ich sage immer: Ich gehe so vor die Kamera, wie ich auch einkaufen gehen würde.

Deine Zuschauer interessiert es meistens überhaupt nicht, ob die Haare perfekt sitzen. Sie spüren die Energie, die du rüberbringen möchtest. Gerade in Zeiten von KI, wo alles so glatt und perfekt ist, dass man manchmal nicht mehr weiß, ob jemand echt ist oder ein Avatar — trau dich, das in den Mittelpunkt zu stellen, was dich ausmacht: deine Persönlichkeit, deine Erfahrung, dein Wissen, deine Energie.

Aufnehmen, kürzen, hochladen

Ich habe mir für dieses Video keine andere Chance gelassen, als es in einem Take zu machen. Der Trick dabei: Ich wusste, worüber ich spreche — etwas, worüber ich jeden Tag spreche, wo ich die Fragen, die Stolpersteine und die Blockaden meiner Kundinnen genau kenne. Ich habe mir eine grobe Struktur im Kopf zurechtgelegt und mir vorgestellt, meine Workshop-Teilnehmerinnen sitzen hinter der Kamera, während ich ihre Frage beantworte.

Und dann ist das Video aufgenommen. Weil wir nichts schneiden müssen, trauen wir uns einfach, 80/20 zu sein. Das Einzige, was du vielleicht machst: Am Handy kannst du bei fast jedem Modell den Anfang und das Ende kurz kürzen. Dann gehst du zu deinem YouTube-Kanal und lädst das Video hoch. In allerkürzester Zeit, mit guter Energie — und du bist stolz, dass du etwas gemacht hast, das für deine Zuschauer relevant ist.

Bleibt das Thumbnail, das Vorschaubild. Das machst du im Nachgang: Öffne deinen Canva-Account und erstell ein schönes Vorschaubild, sobald das Video oben ist. Das Thumbnail ist wichtig — wenn niemand weiß, was ihn erwartet, klickt auch niemand, und dann kann dein Video noch so gut sein. Aber das Allerwichtigste bleibt: dass du diese eine Blockade wegbekommst. KI sehe ich dabei übrigens wie eine Schreibmaschine oder einen Taschenrechner — ein Werkzeug, das dir einzelne Arbeitsschritte leichter macht. In der Nachbearbeitung kannst du damit später noch viel machen und dein Video weiterverwerten. Aber das ist ein Thema für ein andermal.

Für heute wünsche ich mir nur eines: Hol die Kamera raus und sprich direkt hinein. Ich spreche in die Kamera, ich weiß, wovon ich spreche — und viel Erfolg dabei.

Du weißt, wie — dir fehlt nur das Thema?

Wenn der Mut jetzt da ist und du dich fragst, worüber du überhaupt sprechen sollst: In meinem Leitfaden findest du Themen für deine YouTube-Videos, die zu dir und deinen Menschen passen. Damit dein erster Take gleich einen guten Inhalt hat.

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