Tust du deine to dos?

Tust du deine to dos?

Wie sinnvoll sind eigentlich To do Listen?

Wer benutzt diese heute noch?

Da ist z.B.: Sir Richard Branson – kennst du – oder?

Er erzählt in seinem Blogbeitrag https://www.virgin.com/richard-branson/do-lists-are-only-useful-if-you-do-them, dass er oft der einzige in einem Meeting mit Papier und Bleistift drinnen sitzt und sich Notizen macht.

Ja, richtig gelesen. Der Mann, der schon so viele großartige Dinge auf die Reihe bekommen hat, geht mit Block und Bleistift in ein Meeting, um sich die wesentlichen Dinge aufzuschreiben und dann seine persönliche To do Liste daraus zu machen. Er findet das ganz normal.

Ich finde to do Listen naja, ich persönlich mag die nicht so. Was ich liebe ist, ich schreibe mir immer meine Ideen und (aus meiner Sicht) genialen Einfälle in ein kleines Büchlein, das ich immer dabei habe. Wenn ich es nicht dabei habe, notiere ich diese Einfälle in Evernote.

Was unterscheidet jetzt mich von Richard Branson?

Tja, der schreibt die Ideen auch nieder, aber im Anschluss macht er eine to do Liste daraus, wie man diese Dinge auch konkret in die Tat umsetzt.

Das ist das, was ich bis jetzt weniger konsequent getan habe. Darum hast du wahrscheinlich von mir bis jetzt weniger gehört oder gelesen, als von Richard Branson 😉

Naja wirst du vielleicht sagen: So etwas Banales wie eine To do Liste? Ich gebe zu, meine Vorstellung von den wirklich erfolgreichen Unternehmern und da meine ich die, die so um die Millionen im Jahr verdienen, war nicht gerade so, dass die in ein Meeting gehen und sich alle Dinge auf eine Liste schreiben?

Manchmal kann man sich irren! Und vielleicht ist es ein unbequemes Zeichen, dass man oft „nur“ die Dinge umsetzen muss, die auf meiner und deiner to do Liste stehen.

Wie denkst du darüber?

Richard Branson sagt dazu: Wie soll ich mir sonst, gute Ideen und Anregungen merken, wenn ich sie mir nicht aufschreibe und dann in to dos umwandle?

Aber er sagt auch: Du brauchst keine to do Liste, wenn du die to dos nicht tust!

Also lass uns die Dinge umsetzen, die auf unseren to do Listen stehen! In diesem Sinne, lass uns an die Arbeit gehen.

Arbeiten wir an unseren to do Listen und lassen wir uns von dem Hakerl am Ende der to do Liste motivieren.

Liebe Grüße Birgit

PS: Die besten Ideen bleiben nur Ideen, wenn du sie nicht in die Tat umsetzt!

Kennst du den scheißegal Effekt?

Kennst du den scheißegal Effekt?

Ja, ja, ich weiß, schön sprechen. Schimpfen darf man nur im Auto. Aber manchmal ist es soooo ärgerlich.

Ich möchte eine Diät machen und auch durchhalten. Ich habe mir vorgenommen 5kg abzunehmen. Der nächste Sommer kommt nämlich bestimmt und wer möchte nicht im Bikini oder der Badehose gut aussehen?

Damit meine ich jetzt nicht: Perfekt auszusehen, wie ein Model auf einer Zeitschrift. Damit meine ich, so auszusehen, dass ich mit mir selbst zufrieden bin.

ABER: Vielleicht kommt dir das bekannt vor? Du nimmst dir etwas vor, setzt dir ein Ziel wie z.B. diese 5 kg abzunehmen. Machst dir einen Plan und dann beginnst du.

Und dann kommt spontan eine Feier, eine Einladung oder ein Familienessen. Irgendetwas, das du gar nicht auf dem Radar hattest. Und plötzlich reißt es dich raus aus deinem Vorhaben.

Denn du isst mehr als du eigentlich essen wolltest oder Dinge, die eigentlich auf deiner DO NOT EAT LISTE stehen.

Jetzt kannst du natürlich sagen: Na und, ich habe jetzt über die Stränge geschlagen, dafür lasse ich z.B. das Abendessen aus.

Wirklich? Gratuliere dir!

Wenn es dir, nämlich wie den meisten Menschen geht, dann kommt genau JETZT der Scheißegal Effekt ins Spiel:

Du denkst dir nämlich:

⇒ Heute ist der Tag eh schon gelaufen.
⇒ Völlig wurscht, ich fange morgen wieder mit meiner Diät an.

Also brechen alle Dämme und du haust nochmals so richtig rein, bevor es ja morgen wieder Diätessen gibt. Die Menge an Kalorien, die du zusätzlich an diesem Tag zu dir nimmst, willst du gar nicht erst wissen. Denn es ist eh schon wurscht.

Das ist er also – der Scheißegal Effekt.

Das schlechte daran: Ich gehöre zu der Kategorie Menschen, die in diese Falle tappen.
Das gute daran: Ich bin mir bewusst, dass es so ist und kann mich daher darauf vorbereiten.

Falls du auch zu der Kategorie „Ist eh schon egal“ gehörst, dann habe ich jetzt ein paar Tipps für dich:

Denn Hand aufs Herz:

⇒ Du weißt ganz genau, was du essen darfst.

⇒ Du weißt genau, wieviel du essen darfst.

⇒ Du weißt genau, dass du Sport machen sollst.

⇒ Du weißt genau, welche Lebensmittel „gesund“ oder „kalorienarm“ sind.

⇒ Du kennst die Fakten, aber warum tust du es nicht einfach?

Weil du in deinem Kopf 3 falsche Gedanken hast:

  1. Nur mit einer Diät nimmst du ab.
  2. Du darfst bestimmte Lebensmittel nicht essen.
  3. Du bist zu willensschwach um abzunehmen.

Fangen wir bei Punkt 1 an: Du glaubst daran, dass man nur mit einer Diät abnimmt:

Eine Diät ist eine Existenzbedrohung für deinen Körper. Wenn übergewichtige Laborratten (entschuldige das Beispiel), das erste Mal auf Diät gesetzt werden, dann nehmen sie ab. Wenn diese auf eine 2. Diät gesetzt werden, dann nehmen sie bereits sehr viel weniger ab. Wiederholt man diese Diäten, dann funktioniert das Spiel irgendwann nicht mehr.

Daher: Hör ab jetzt auf Diät zu halten. Achte auf deine Ernährung und achte vor allem auf dein Hungergefühl. Denn das Hungergefühl spüren die meisten Menschen gar nicht mehr, weil sie nur nach der Tageszeit essen oder einfach den Teller leer essen.

Deine Aufgabe: Gehe auf die Suche nach deinem Hunger und Sättigungsgefühl. Wann hast du das letzte Mal wirklich HUNGER gespürt? Wie fühlt sich eine angenehme Sättigung bei dir an?

Zu Punkt 2: Du glaubst: Ich darf bestimmte Lebensmittel nicht essen.

Wahrscheinlich hast du dir, wie ich, schön öfters vorgenommen ganz bestimmte Lebensmittel nicht zu essen, z.B. Schokolade.

Solange du dich an deine für dich gesunde Ernährung gehalten hast, solange hast du diese Regel vor Augen und auch deine Kalorienaufnahme unter Kontrolle.

Schwierig wird es erst, wenn du dein selbst auferlegtes Limit gebrochen hast, oder etwas gegessen hast, dass auf deiner DO NOT EAT Liste steht. Denn dann musst du ab jetzt aufpassen: Denn dann tritt der Scheißegal Effekt mit voller Kraft ein.

Deine Aufgabe ab heute:
Sobald du merkst, dass der Scheiß Egal Effekt eintritt, stell dir nochmals dein Ziel vor deinem inneren Auge vor.
Verbuche den Ausrutscher als Ausrutscher und MACHE GLEICH WEITER.

Ich habe es selbst erlebt, wenn du diese eine Änderung schaffst, dann hast du bereits sehr viel geschafft

Zum 3. Punkt: Du glaubst, du bist zu willensschwach um abzunehmen.

Übergewicht hat rein gar nichts mit Willensschwäche zu tun und lässt sich auch sehr schwer durch reine Willenskraft beeinflussen. Es gibt viele Studien, die keinen direkten Zusammenhang zwischen Selbstdisziplin und einer erfolgreichen Diät festgestellt haben.

Das beste Beispiel ist Oprah Winfrey. Oprah hat einen außerordentlich starken Willen, sonst wäre sie nie so weit gekommen und so erfolgreich geworden. Sie hat die finanziellen Ressourcen, sich einen Koch, einen Trainer, etc. zu leisten und trotzdem schafft sie es immer wieder nicht, ihr Gewicht unter Kontrolle zu halten.

Wie kann das sein? Jemand der offensichtlich in vielen Bereichen so erfolgreich und zielstrebig ist, jeden Tag vor der Kamera steht und von so vielen Menschen angeschaut wird, schafft es dann genau beim Essen nicht, diszipliniert zu sein?

Fakt ist: Disziplinierte Menschen können ihr Gewicht nur unwesentlich besser kontrollieren, als der Rest der Menschen. Disziplin ist zwar hilfreich, aber nur bis zu einem gewissen Punkt.

Denn hier kommt es zu einem Teufelskreis:

Um Willenskraft zu haben, brauchst du Glukose im Blut. Deshalb ist es auch so wichtig, dass du regelmäßig isst. Wenn du zu wenig Glukose im Blut hast, dann sinkt auch deine Willenskraft und die Folge sind Heisshunger Attacken. Dein Körper will nicht verhungern, logisch oder?

Daher mach ab heute bitte folgendes:

Iss regelmäßig! Verbiete dir kein Essen! Schau darauf, dass es „gesund“, viele Vitamine und Mineralien enthält und dass es dir schmeckt. Diese Regelmäßigkeit bewahrt dich vor dem nächsten Hungeranfall und der nächsten geplünderten Süßigkeitenlade.

Apropos Süßigkeitenlade: 
Räume alles weg, was dich in Versuchung führt – Gelegenheit macht Diebe! Was man nicht zuhause hat, kann man nicht (sofort) essen.

Und wenn du Willenskraft brauchst um NEIN zu Schokolade zu sagen:
Dann sag nicht NEIN, sondern sag: Vielleicht später! Sag zu dir: Ich werde es später essen – nicht jetzt – später. Und du wirst bemerken, es funktioniert!

Zusammenfassung und to dos für dich:

Um dein Gewicht zu kontrollieren, dann befolge unbedingt diese 3 Regeln:

  1. Mache nie wieder eine Diät.
  2. Sag nie wieder: Ich esse nie wieder Schokolade oder Chips.
  3. Glaube daran, dass dein (vermeintliches) Übergewicht absolut nichts mit Willensschwäche zu tun hat.

Mach ab jetzt das:

  1. Trainiere dein Hunger und Sättigungsgefühl
  2. Achte auf den Scheiss egal Effekt – Mach nach einem Ausrutscher sofort weiter!
  3. Iss regelmäßig, damit du keine Heisshunger Attacken hast!
  4. Wenn du wirklich auf z.B. Schokolade verzichten willst, dann sag zu dir: Ich esse Schokolade, nicht jetzt, später.

 

Zum Nachlesen:

Roy F. Baumeister & John Tierney: Willpower, Rediscovering the greatest himan strength, New York, 2011

John Tierney „Fat and Happy“, New York Times, 23. April 2005

So setzt du dein Ziel in die Tat um!

So setzt du dein Ziel in die Tat um!

Unterstützung für den Kampf mit dem inneren Schweinehund gefällig?

In meinem heutigen Beitrag geht es darum, wie du ganz konkret in schwierigen Situationen an der Umsetzung deines Ziels dranbleibst. Ich habe für Dich ein Coaching Tool für mehr Umsetzungsstärke entwickelt.

Vielleicht kennst du das?

Du bist hochmotiviert.

Du bist bereit dein Ziel zu erreichen?

Du hast Dein Ziel klar definiert und auch SMART formuliert?

Und trotzdem gibt es Situationen, in denen du Dinge machst, die nicht gerade förderlich sind, dein Ziel zu erreichen.

Du setzt es nicht um, was du dir vorgenommen hast?

Du liegst mal wieder auf der Coach, anstatt deine Jogging Schuhe anzuziehen und los zu laufen?

Du futterst am Abend den Kühlschrank leer anstatt dir am Vortag ein Gemüsesupperl vorbereitet zu haben?

Du räumst deinen Maileingang auf, du schaust auf Facebook was es Neues gibt, du rufst mal schnell jemand an, anstatt endlich mit einem wichtigen Beitrag für dein Projekt zu beginnen?

Dann lies mal weiter, denn dann geht es dir wie mir – manchmal. Darum habe ich ein Tool zum Selbstcoaching für mich erarbeitet, das ich dir gerne als kostenfreien download im Anschluss an diesen Artikel zur Verfügung stellen will.

 

In meiner Selbstcoaching Anleitung erkläre ich Dir Schritt für Schritt, wie du Dein Ziel auch wirklich in die Tat umsetzt und auch in schwierigen Situationen am Ball bleibst.

Lass uns einen Blick in die Anleitung werfen:

Du bekommst eine Anleitung, wie du einen Brief / eine Message an Dich selbst schreibst, der/die dich motiviert an der Sache, an deinem Ziel dranzubleiben.

Der erste Schritt in dieser Anleitung ist, dass du dir überlegst, welches Ziel du auswählen möchtest.

Es ist wichtig, dass du dir am Beginn genau 1 Ziel herauspickst, nicht mehr und nicht weniger!

Warum? Weil es wichtig ist, dass du deine ganze Energie und deinen Fokus auf dieses Ziel richtest. Wenn du umsetzungsstärker in diesem einen Ziel geworden bist, kannst du ein weiteres hinzufügen. Wenn du dir zuviele Ziele auf einmal vornimmst, dann wirst du merken, dass du frustiert wirst, weil du kein Ziel so richtig umsetzen kannst.

Auf der anderen Seite habe ich die Erfahrung gemacht, wenn du es schaffst ein Ziel konsequent durch zuziehen, dann gibt das einen enormen Schub an Motivation und du schaffst es auch leichter andere Ziele „mit zu erledigen“!

 

Beim 2. Schritt geht es darum, dass du dir bewusst wirst, warum du dieses Ziel überhaupt verfolgen willst.

Was hast du ganz persönlich davon, wenn du das Ziel tatsächlich in die Tat umsetzt?

Aus meiner Erfahrung macht man nämlich nix freiwillig, wo man nicht ganz klar weiss, was man davon hat. Und umgekehrt, manchmal vergisst man, dass man etwas davon hat, wenn man sein Ziel verfolgt. Du weißt, was ich meine 😉

 

Beim dritten Schritt geht des darum, dass du dir überlegst, was willst du eigentlich von Dir, was sollst du in dieser schwierigen Situation tun? Was bringt dich deinem Ziel näher?

Formuliere eine klare Aufforderung an Dich, was du von dir in dieser Situation möchtest. Was sollst du tun?

Du überlegst dir, was du statt dem Sofa tun musst, um ins Tun zu kommen. Ein Beispiel: Anstatt am Abend den Fernseher aufzudrehen, kannst du dir zur Gewohnheit machen, dass du DAVOR deine Turnschuhe anziehst und eine Runde Laufen gehst.

 

Der vierte und letzte Schritt:

Stell dir genau die Situation vor, in der du einen Schubs brauchst, um dein Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Jetzt füge alle 3 Schritte zusammen und erstelle einen Brief an Dich.

Achte darauf, dass du es so schreibst, wie du normalerweise auch sprechen würdest und beginne den Brief mit deinem Namen – es ist ja ein Brief an dich selbst!

Wenn Du diese Übung gemacht hast, dann hast du einen Diamanten für deine Umsetzungsstärke in der Hand.

Wenn du auf Hindernisse stößt, die dich davon abbringen wollen, dein Ziel zu erreichen, dann schau ab jetzt auf deinen Zettel und erst DANACH darfst du

…auf der Coach bleiben

….die Pizza essen

….im Internet surfen und genießen, denn dann ist es deine bewusste Entscheidung.

Ich kann dir aber garantieren, dass nachdem du deine Botschaft an Dich gelesen hast, du eine für dich langfristig bessere Entscheidung treffen wirst.

So und hier kannst du dich jetzt eintragen, damit ich dir die Anleitung senden kann und du immer auf dem Laufenden bleibst.

Alles Liebe und viel Umsetzungsstärke schickt Dir

Birgit

Der Geist ist willig, das Fleisch ist zu schwach?

Der Geist ist willig, das Fleisch ist zu schwach?

Wie geht es dir mit deinen Projekten, die du umsetzen möchtest? Hast du dir für das neue Jahr etwas vorgenommen?

Bist du noch dran an der Sache oder fängt es schön langsam an mühsam zu werden? Wie groß ist deine Motivation und Umsetzungskraft? Falls dein Geist willig ist und dein Fleisch aber schon sehr schwächelt, dann habe ich heute ein paar Tipps für Dich wie du deinen Geist wieder die Oberhand gewinnen lässt.

Am Beginn ist es mir wichtig, dass du dir bewusst machst, dass Anstrengung vermeiden und Lust zu maximieren ein tief in unserer biologischen Geschichte verankertes Programm ist. Wie hätten wir sonst früher überleben sollen, wenn wir unnötige Kalorien verbraucht hätten, wo es doch damals extrem anstrengend war, genügend zum Essen zu haben und wieder Energie zu zuzuführen?

Wir haben erst seit relativ kurzer Zeit ein sehr, sehr großes Nahrungsangebot und sind an jeder Ecke mit Essen konfrontiert.

Geistige und natürlich körperliche Tätigkeiten sind anstrengend und brauchen sehr viel Energie (übrigens ist unser Gehirn der größte Energiefresser). Der Körper ist noch immer darauf eingestellt, soviel wie möglich an Energie zu sparen. Daher ist es auch so schwierig, sich die Laufschuhe anzuziehen oder sich hinzusetzen und den Projektbericht fertig zu machen.

Es erfordert viel Energie, sich zu geistigen Leistungen, Veränderungen oder auch Sport aufzuraffen. Unser altes biologisches Programm des Energiesparens steht uns und der Umsetzung unserer Träumen hier oft im Weg.

Darum ist es auch so schwierig in Bewegung zu kommen, denn das erfordert viel Energie zur Selbstüberwindung!

Selbstüberwindung brauchst du immer, wenn du dir etwas bewusst und willentlich vornimmst, z.B. ab dem 1. Jänner oder ab Montag laufen zu gehen, statt auf der Coach zu liegen.

Wie schaffst du es nun dich selbst zu überwinden? Wie schaffst du es soviel Energie aufzubringen, dass du dich aus dem Sofa in deine Laufschuhe beamst oder endlich deinen Projektbericht fertig schreibst?

Jeder Mensch – auch Du – macht freiwillig nur die Dinge, die ihm wichtig sind.

Deine Ziele müssen dir wichtig sein und müssen auch zu dir und deinem Leben und Wertvorstellungen passen.

Dabei ticken wir Menschen ja gar nicht soo kompliziert, wie sich das manchmal anfühlt. Jeder Mensch strebt (mit zugegebenermaßen unterschiedlicher Ausprägung) nach Zugehörigkeit zu einer Gruppe, Anerkennung, Status und/oder Macht.

Es ist nicht leicht, mit dem Verstand herauszufinden, was dich wirklich antreibt.
Daher hör lieber auf dein Herz
.

Wenn sich das Kämpfen um die Erreichung des Ziels gut anfühlt, dann kannst du davon ausgehen, dass es im Einklang mit deinem Herz ist. Wenn es dir schlecht damit geht, dann überdenke dein Ziel nochmals.

Du kannst deine Willenskraft enorm steigern, indem du sorgfältig aussuchst und prüfst, welche Ziele du aus eigenem Antrieb und nicht aufgrund gesellschaftlicher Normen erreichen willst. Vorstellungen, Träume und Ziele werden sehr stark durch unser soziales Umfeld (Nachbarn, Kollegen, Werbung) und Vorbilder (Familie, Chefs, Promis, etc.) geprägt.

Daher ist es wichtig, dass du dir Ziele setzt, die zu deinen wirklichen Bedürfnissen passen!

 

Wie kannst du nun dein „Fleisch willig machen“?

Wie stärkst du deine Motivation, deine Willenskraft?

Willensstarke Menschen schaffen es, die Anstrengung jetzt – in diesem Moment – auf sich zu nehmen, damit sie in der Zukunft auf ihre Ergebnisse stolz sein können (z.B. jetzt keine Schokolade essen, damit ich später auf meinen flachen Bauch stolz sein kann oder jetzt laufen gehen, dass ich später meine straffen Beine bewundern kann).

Kannst du auf eine kurzfristige Belohnung verzichten, damit du später dein Ziel erreichst?

Dieses Vorgehen nennt man auch Belohnungsaufschub. Willst du dein Ziel erreichen, dann musst du lernen, wie du deine Belohnung in der Zukunft abholst und nicht sofort 😉

Mit diesen 2 Methoden schaffst du es sicherlich:

  1. Fokussierung:

Fokussierung heisst nichts anderes als sich voll und ganz auf dein Ziel zu konzentrieren, Ablenkungen weglassen und alles was dich vom Ziel ablenkt weg sperren, wegräumen oder weglassen.

Wenn du dich gesund ernähren willst, dann fokussiere auf gesunde Ernährung. Räum deinen Kühlschrank voll mit Gemüse und Obst. Wenn du keine Schokolade essen willst, dann kauf keine ein und verschenke deine Restbestände, sonst ist dein Fokus auf Schokolade und nicht auf Gemüse. Wenn du Laufen gehen willst, dann trag den Termin in deinem Kalender ein und mach dir sonst nichts aus.

2. Positive Gewohnheiten einüben:

Du musst dein gewünschtes Verhalten, das dich deinem Ziel näher bringt immer wieder üben und du musst es solange wiederholen, bis sich eine Gewohnheit herausgebildet hat. Das dauert ca. 6 Monate, dann haben sich neue Nervenverbindungen im Gehirn gebildet und das Verhalten wird automatisiert. Du brauchst dann viel weniger Energie, um dieses Verhalten durchzuführen.

Es ist wie beim Autofahren, irgendwann wird es automatisch. Nach den ersten Fahrstunden bist du wahrscheinlich schon vom Starten des Autos und Spurwechseln ordentlich gefordert gewesen, nach ein paar Wochen üben ging das ohne große Anstrengung, oder? Gewohnheiten sind perfekt, du machst es automatisch und brauchst nicht viel Energie dafür zu beginnen. Oder verhandelst du jeden Tag in der Früh mit Dir, ob du heute Zähne putzt oder nicht?

Willensstärke und Umsetzungsstärke kann man sich antrainieren! Du musst es jeden Tag üben! Welches Verhalten willst du in den Tag integrieren, damit es in 6 Monaten automatisch und ohne große Willensanstrengung abläuft?

Schreib mir, was du üben möchtest und wo du noch Unterstützung brauchst!

Liebe Grüße Birgit

 

PS: Der Titel stammt übrigens aus dem Evangelium nach Matthäus:

„Und er ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ (Matthäus 26,41)
Wie du mit Momo und der Weisheit des Straßenkehrers deine Ziele erreichst

Wie du mit Momo und der Weisheit des Straßenkehrers deine Ziele erreichst

Ziele zu haben ist wunderbar. Ziele auch zielstrebig zu verfolgen ist noch besser. Aber Achtung: Wenn du ein Ziel erreichen willst, dann fahr NICHT mit VOLLGAS!

Warum, fragst du dich? Warum solltest du nicht 220% in die Erreichung deines Ziels stecken?

Aus dem Sport weiß man, dass tägliches hartes Training nicht den gewünschten Erfolg bringt. Es ist für den Erfolg – neben dem harten Training – wichtig, dass man auch sogenannte Regenerationsphasen einhält. Das sind Ruhetage, die dem Körper Zeit geben, sich zu verändern, sich an die Belastungen anzupassen und sich zu erholen.

Du kannst nicht immer mit hohem Tempo unterwegs sein. Also, du kannst schon, aber es wird langfristig nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Dazu möchte ich dir eine Geschichte aus dem alten Japan erzählen:

Ein Zen-Mönch war unterwegs, als er von einem fahrendem Händler, der sein Ochsengespann mit der Peitsche antrieb, überholt wurde. Er fragte den Mönch, wie lange  es noch bis zur nächsten Stadt sei, der Händler war offensichtlich in Eile. Der Mönch antwortete ihm: „Wenn du weiterhin diese Ochsen mit der Peitsche so antreibst, wirst du  mehr als zwei Stunden brauchen. Aber wenn du langsam fährst, dann bist du in einer halben Stunde dort. Der Händler trieb die Ochsen weiter mit der Peitsche an und war rasch aus dem Blickfeld verschwunden.

Als der Mönch nach langem ruhigen Gehen Richtung Stadt kam, sah er schon von weitem den Händler mit seinem Ochsenwagen im Graben liegen. Als der Mönch auf der gleichen Höhe wie der Händler war, hörte er ihn fluchen und schimpfen und sobald er den Mönch sah, wollte der seine Wut an dem Mönch auslassen. Der Mönch aber antwortete ihm gelassen: „Ich habe dir ja gesagt, wenn du deine Ochsen nicht so antreibst und ein ruhiges Tempo wählst, dann bist du in einer halben Stunde in der Stadt.“

Was will ich dir mitgeben: Es ist wichtig, dass du dein Ziel im Auge behältst, aber es ist absolut unklug, mit Vollgas auf dein Ziel zu zusteuern. Es bringt dir nichts für dein Ziel, wenn du dich komplett verausgabst und dann völlig ausgepowert bist oder schon auf der Hälfte des Weges schlapp machst.

Sind wir uns ehrlich und da spreche ich aus eigener Erfahrung:

Am Beginn willst du für dein Ziel Bäume ausreißen und bist total motiviert. Aber wenn du Vollgas fährst, wie lange dauert es, bis du erschöpft bist?

Nehmen wir ein beliebtes Beispiel wenn es um Ziele verfolgen geht:

Das Ziel eine schlanke und sportliche Figur zu haben. Natürlich kann ich beim Abnehmen ein paar Tage Vollgas geben. Ich esse z.B. nur Kohlsuppe. Aber mal ehrlich – wie schnell sind die Kilos dann wieder drauf? Wer hat mit diesem Vollgasprogramm wirklich dauerhaft seine Figur im Griff?

Beim Abnehmen, bei sportlichen Zielen oder bei beruflichen Zielen kommt es nicht darauf an, EINMAL 200% zu geben, sondern der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Beharrlichkeit, in der Routine, in den Gewohnheiten die du tagtäglich durchziehst. Wenn du 220% gibst und nur 3 Tage durchhältst, dann wirst du deine Ziele nicht erreichen, weil du vorher erschöpfst aufgibst.

Ich kenne das vom Sport. Ich liebe Wettkämpfe, nicht weil ich so eine tolle Athletin wäre, sondern wegen der Stimmung. Bist du schon mal einen Halbmarathon in Wien mitgelaufen? Wenn 1000nde Menschen kurz vor Startschuss am Stand zu laufen beginnen und die Wiener Reichsbrücke mit den Beats der Musik schwingt. Das ist einfach unbeschreiblich cool.

Ich will schon seit Längerem wieder mal einen Halbmarathon mitlaufen. Also gut, dann geht es los mit dem Training. Was tut nun ein vernünftiger Mensch, der den ersten Teil des Artikels bereits gelesen hat?

Ja genau, er/sie geht regelmäßig und über einen längeren Zeitraum laufen. Was tun die meisten Menschen, inklusive mir: Mr. Google befragen, Wie schaffe ich es in 10 Wochen zum Halbmarathon 😉

 

Fahr nicht mit 200% auf dein Ziel zu, sondern arbeite beharrlich aber auch mit Ruhepausen an deinen Zielen. Lieber kleinere Schritte, dafür regelmäßig – wie beim Bergsteigen.

Hier kommt nun Momo und die Weisheit des Straßenkehrers ins Spiel. 

Mein Mann und ich sind begeisterte Bergsteiger (momentan eher kindergerechte Berge). Und da kann ich auf einige Erlebnisse zurückblicken, wo es nicht darauf ankommt mit 1000 PS zu fahren, sondern Schritt für Schritt das Ziel zu erreichen.

Einer meiner eindringlichsten Erlebnisse war die Besteigung des Island Peak in Nepal. Der Island Peak ist ein herrlicher Berg von 6.189m Höhe im nepalesischen Teil des Himalayas. Der Berg ist „bergsteigerisch“ nicht allzu schwierig, aber aufgrund der Höhe doch eine Herausforderung.

Das wesentliche beim Höhenbergsteigen ist, dass man langsam und kontinuierlich hinauf steigt, da sich der Körper an die veränderten Bedingungen (weniger Sauerstoffpartialdruck) gewöhnen muss.

Wir waren nun vor einigen Jahren mit einer Gruppe von Bergsteigern auf dem Weg zum Gipfel des Island Peak und mein Mann und ich sind sehr langsam und kontinuierlich unterwegs gewesen.

Der Rest der Gruppe war eher flotter unterwegs und einmal sehr schnell und hektisch dann wieder eine lange Rast. Es kam öfters vor, dass wir vom Rest der Gruppe schief angeschaut wurden, weil wir immer als letzte unsere Tagesetappe erreichten. Unser Bergführer hat sogar gemeint: So langsame Leute hat er noch nie begleitet und ich glaube er hat nicht damit gerechnet, dass wir den Gipfel je erreichen werden.

Wir schafften es aber beide auf den Gipfel des Island Peak, auf 6189 m! Wir konnten den herrlichen Ausblick auf die Lhotse Wand genießen und waren glücklich und stolz! Wir 2 waren die einzigen unserer Gruppe, die es bis zum Gipfel geschafft hatten. Der Rest musste aus verschiedensten Gründen umkehren, unter anderem aber auch deshalb, weil sie zu schnell unterwegs waren und zum Ende keine oder zu wenig Kraft hatten.

Und jetzt denkst du dir sicher – was hat das mit Momo und dem Straßenkehrer zu tun?

Ich möchte meinen Artikel mit einem Auszug aus Michael Endes Buch „Momo“ beenden. Diese Geschichte hatte ich beim anstrengenden Aufstieg auf den 6.000er immer in meinem Kopf. Diese Geschichte wird dir dabei helfen, deine Ziele ab jetzt konsequent, beharrlich und mit der richtigen Dosis zu verfolgen.

Alles Liebe für Dich und Deine Lieben wünscht Dir Birgit

 

Aus dem Buch „Momo“ von Michael Ende

„Er fuhr jeden Morgen lange vor Tagesanbruch mit seinem alten, quietschenden Fahrrad in die Stadt zu einem großen Gebäude. Dort wartete er in einem Hof zusammen mit seinen Kollegen, bis man ihm einen Besen und einen Karren gab und ihm eine bestimmte Straße zuwies, die er kehren sollte.

Beppo liebte diese Stunden vor Tagesanbruch, wenn die Stadt noch schlief. Und er tat seine Arbeit gern und gründlich. Er wusste, es war eine sehr notwendige Arbeit.

Wenn er so die Straßen kehrte, tat er es langsam, aber stetig: Bei jedem Schritt einen Atemzug und bei jedem Atemzug einen Besenstrich. Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging es wieder weiter: Schritt – Atemzug – Besenstrich.

Während er sich so dahin bewegte, vor sich die schmutzige Straße und hinter sich die saubere, kamen ihm oft große Gedanken. Aber es waren Gedanken ohne Worte, Gedanken, die sich so schwer mitteilen ließen wie ein bestimmter Duft, an den man sich nur gerade eben noch erinnert, oder wie eine Farbe, von der man geträumt hat. Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklärte er ihr seine großen Gedanken. Und da sie auf ihre besondere Art zuhörte, löste sich seine Zunge, und er fand die richtigen Worte. „Siehst du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“

Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu beeilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.“

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.“ Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: „Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“
Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig.““

 

Aus dem Buch „Momo“ von Michael Ende

Ziele erreichen mit Momo

Ziele erreichen mit Momo

 

 

Stehst du dir selbst im Weg? 12 Gründe, warum du deine Ziele nicht erreichst!

Stehst du dir selbst im Weg? 12 Gründe, warum du deine Ziele nicht erreichst!

12 Dinge, die du tun musst, damit du deine Ziele sicher nicht erreichst!

1. Geh mit der Einstellung durch die Welt: Es hat sowieso keinen Sinn, dass du dich anstrengst, du schaffst es eh nicht.

2. Reagiere auf die Bedürfnisse anderer Menschen IMMER zuerst und schneller als auf deine eigenen Bedürfnisse.

3. Nimm dir keine Zeit für dich und die Dinge die DIR Spaß machen.

4. Erfülle IMMER deine Pflichten & Aufgaben, damit die anderen um dich herum zufrieden sind.

5. Sag niemals NEIN, denn du willst ja von allen geliebt werden.

6. Große Träume zu haben ist Schwachsinn – geh davon aus, dass Träume nur Schäume sind und du es sowieso nicht verdienst, das zu tun was dich zufrieden macht.

7. Versuch nur einmal dein Ziel zu erreichen, wenn es schwierig und anstrengend wird, dann lass es gleich bleiben.

8. Stell dir ganz oft dein Ziel vor und träume davon. Mehr nicht.

9. Wenn es einmal nicht gleich klappt, gib sofort auf, denn dann soll es halt nicht so sein.

10. Hinterfrage ständig, ob du dir auch wirklich die richtigen Ziele gesetzt hast. Hinterfrage auch ob das ok ist, dass auch du deine Ziele in deinem Leben verfolgst.

11. Hinterfrage sowieso alles ständig, was dich und deine Entscheidungen betrifft.

12. Heute ist ein schlechter Tag zu beginnen, fang erst am Montag oder am 1. Jänner an.

Was ist dein Favorit in der Liste? Was ist das, was dir am meisten im Wege steht, um deine Ziele in die Tat umzusetzen?

Hast du noch ein paar Tipps für uns? Ja – super – dann rein in den Kommentar!

Liebe Grüße

Birgit